Beruflicher Werdegang

Nach der Sekundarschule in Düdingen und einem Welschlandaufenthalt auf einem Bauernhof im Waadtland machte ich die Lehre zum uniformierten Postbeamten (Briefträger). Später liess ich mich weiterbilden zum Betriebsassistenten Post. Die Anstellung bei der Post führte mich von Düdingen nach Lausanne, Villars-sur-Glâne, Murten, Kerzers und Schaffhausen.

1996 berief mich der heutige "SCM Bundes-Verlag (Schweiz)" zum Sekretariatsleiter und Chefredaktor des Teenagermagazins TEENSMAG in Zürich. 13 Jahre und rund 80 Ausgaben lang durfte ich mit deutschen Kolleginnen diese inhaltliche Aufgabe ausführen. Ich erwarb mir das "Diplom für Unternehmerschulung SIU" des Schweizerischen Gewerbeverbandes. Seit 23 Jahren leite ich den kleinen Nonprofit-Zeitschriftenverlag, der heute aus dem Seeländer Albert Anker-Dorf Ins 18 christliche, konfessionen-verbindende Magazine an gut 20'000 Abonnenten in der Schweiz und im Ausland vertreibt.

In der Funktion als Verlagsleiter und Vertreter unseres Familienmagazins "Family" durfte ich die Arbeitsgemeinschaft "Forum Ehe+Familie FEF" der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA mitbegründen und war Verwaltungsrat der R. Brockhaus Verlag Basel AG. Als Verleger mit konfessionellen Magazinen ist mir der Austausch und die Zusammenarbeit mit allen christlichen Kirchen und Hilfswerken ein grosses Anliegen.

Zugunsten eines höheren Arbeitspensums meiner Frau als Primarlehrerin/Kindergärtnerin – und auch um verfügbar zu sein für allfällige Pflegekinder – konnte ich mein Pensum im Verlag ab 2016 auf 70% reduzieren. Seither bin ich zwei Tage pro Woche als Teilzeit-Hausmann tätig und habe das Privileg, in zwei ganz unterschiedlichen Jobs unterwegs sein zu dürfen.

Ehrenamtliches Engagement

Prägende Jahre für mich waren die Jahre als Jungscharleiter im Bund Evangelischer Schweizer Jungscharen BESJ in der Stadt Freiburg, in Düdingen und in Steckborn TG. In dieser Zeit besuchte ich zahlreiche Kurse als Teilnehmer, Kursmitarbeiter und Ausbildner, meist unter "Jugend +Sport". Später gründeten und leiteten meine Frau und ich mit Freunden kirchliche Teenagerclubs und wir unterrichteten biblischen Unterricht in Pfäffikon ZH. In Dübendorf ZH war ich Teil des Domino-Mittagstisch-Teams der Reformierten Kirche.

Heute bin ich Finanzverantwortlicher im Bezirksrat des Evangelischen Gemeinschaftswerks EGW Kerzers. Dort war ich auch Teil des KIDS TREFF-Teams und der Finanzkommission für den Neubau des Begegnungszentrums "Kreuzgasse 8". Ich engagiere mich gerne für die jährliche "Aktion Weihnachtspäckli" und bin Teil der "Arbeitsgruppe Interkulturell AGIK" des EGWs. Seit Februar 2016 darf ich mit anderen Ehepaaren meiner Kirche eine afghanische muslimische Flüchtlingsfamilie begleiten, die mir zu Freunden geworden sind.


Balkonimker

Als Hobbyimker pflege ich auf unserem Balkon zwei Bienenvölker der gutmütigen und resistenten Rasse "Buckfast". Ich staune über das Leben im Bienenstock. Gleichzeitig merke ich, wie wichtig es ist, unser fragiles Ökosystem – unser Wasser und unsere Nahrung – nicht durch chemische Pflanzen- und Insektengifte zu zerstören.

Familie: Wo Wurzeln Flügel erhalten

Familie ist ein ausgezeichnetes Übungsfeld in Sachen Beziehungsfähigkeit, Vertrauen, Rücksichtnahme, Kommunikation und vielem mehr. Diese einzigartige Konstellation bereichert mich sehr. Es ist erhebend mitzuerleben, wie die eigenen Kinder über uns selber hinauswachsen. Unsere Entscheidungen von heute müssen auch für die nächste Generation nachhaltig sein.

Die EVP setzt sich übrigens ein für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub.

Abenteuer Pflegefamilie

Im 2017 wurden wir als Pflegefamilie anerkannt. Wir sind dem Verein Familynetwork angeschlossen, wo wir jährlich Weiterbildungen besuchen und kompetent bei der Begleitung von Pflegekindern unterstützt werden. Aus der Ursprungsfamilie herausgerissene Kinder zu begleiten, ist auch persönlich immer wieder ein Abenteuer.

© Symbolfoto Familynetwork (Melanie Bär, Journalistin BR)

Unsere persönliche Energiewende

Seit September 2013 hat unsere Solaranlage auf dem Dach über 82 MWh Strom produziert für den Eigengebrauch und die Einspeisung ins Groupe-E-Netz. Ohne Abzug der grauen Energie für die Produktion der Anlage entspricht das einer Einsparung von 43.5 Tonnen CO2 bzw. einer Autofahrt von 290'116 km oder 1'116 gepflanzten Bäumen. Bereits vor 75 Jahren im März 1944 reichte der EVP-Nationalrat Paul Zigerli sein Postulat "Rettet die Gewässer" ein. Verantwortung für die Umwelt gehört bei der EVP nicht erst seit der Klimathematik zum Programm!

Wagen wir Gastfreundschaft!

Im Februar 2016 haben wir als Kirche der ORS Service AG, die im Mandat des Kantons Freiburg Flüchtlinge betreut, eine alte Wohnung zur Verfügung gestellt. Wir durften eine afghanische muslimische Flüchtlingsfamilie aufnehmen, die ich seither begleite. Daraus ist eine Freundschaft entstanden, die sehr bereichernd ist. Gleichzeitig wurden mir aber auch die Chancen und Grenzen des Schweizer Asylwesens eindrücklich bewusst. Meines Erachtens stünde es der nach wie vor reichen Schweiz gut an, stärker mitzuhelfen, das grosse Flüchtlingselend z.B. in den riesigen Flüchtlingscamps vor den Toren Europas zu mindern. Religion, Kultur und Gesellschaft sind EVP-Kernthemen.

Eine dienende Kirche

Ich liebe meine Kirche, wo ich inspiriert und herausgefordert werde und wo tiefe Freundschaften gepflegt werden. Der christliche Glaube ist Motivator und Grundlage meines Handelns. Themen wie Hoffnung, Nächstenliebe, Respekt, Vertrauen, Treue, Demut, Vergebung, Wahrheit, Grosszügigkeit, Geduld und Entschlossenheit sind Werte, die Jesus Christus vorgelebt hat. Davon brauchen wir mehr im eigenen Leben und in der Politik. Der Theologe Dietrich Bonhoeffer, der im 2. Weltkrieg im Widerstand gegen das Hitlerregime hingerichtet wurde, sagte: "Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist. (...) Sie muss an den weltlichen Aufgaben des menschlichen Gemeinschaftslebens teilnehmen, nicht herrschend, sondern helfend und dienend."