Abstimmungen vom 27. September 2020

So stimme ich ab:

Nein
Begren­zungs­in­itia­tive
Die "Begrenzungsinitiative" will die Personenfreizügigkeit mit der EU beenden. Die Schweiz von ihren Nachbarn zu isolieren und mit ihrem wichtigsten Handelspartner, der EU, mutwillig zu brechen, erachte ich als verantwortungslos.

Der Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt würde mit der Kündigung der bilateralen Verträge für Schweizer Unternehmen massiv erschwert.

Der Lohnschutz wäre massiv gefährdet. Dank der flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit werden die Löhne und Arbeitsbedingungen der Menschen heute systematisch kontrolliert.

Der hohe Bedarf an Fachkräften könnte nicht mehr wie heute rasch, flexibel und ohne administrativen Aufwand aus dem EU-Raum rekrutiert werden.

Ja
Vater­schafts­ur­laub
Ein bezahlter Vaterschaftsurlaub von 10 Tagen ist nicht zuviel, kostet auf dem Lohnzettel pro Monat nicht mehr als eine halbe Tasse Kaffee. Er setzt ein positives Signal, dass auch Väter Familien- und Erziehungsarbeit wahrnehmen sollen.

Gemäss gängiger Praxis steht Vätern gerade mal ein freier Tag nach der Geburt zur Verfügung. 

Der Vaterschaftsurlaub gibt KMUs gleich lange Spiesse wie Grosskonzernen.

Die Schweiz ist familienpolitisches Entwicklungsland.

Nein
Erhö­hung der Kin­der­ab­züge bei der direk­ten Bun­des­steuer
Diese Kinderabzüge kommen vor allem steuerbaren Einkommen über 100'000 Franken zugute. Das sind die Falschen, es müssten weniger verdienende Familien davon profitieren.

Wer Kinder grosszieht, erbringt für die Gesellschaft eine grosse Leistung. Leider entlasten diese Kinderabzüge vorwiegend Mittelstandsfamilien, drum empfinde ich sie nicht empfehlenswert.

Nein
Ände­rung des Jagd­ge­set­zes
Das neue Gesetz würde den Artenschutz schwächen, indem es den Abschluss verschiedener Arten erleichtert und die Chance versäumt, gefährdete Arten endlich unter Schutz zu stellen.

Kein Abschuss geschützter Arten "auf Vorrat", ohne dass die Tiere Schaden angerichtet haben oder zumutbare Schutzmassnahmen getroffen worden sind.

Geschützte Tierarten wie Biber, Luchs, Fischotter oder Höckerschwan dürfen nicht an Parlament und Volk vorbei einfach auf die Abschussliste gesetzt werden.

Bedrohte Arten wie Feldhase, Birkhahn oder Schneehuhn sollen endlich geschützt werden.

Nein
Beschaf­fung neuer Kampf­flug­zeuge
Statt heute 30 Kampfjets würden 10 ausreichen, um die Schweizer Lufthoheit zu verteidigen, sagt Zvika Haimovich, ehemaliger Fliegerabwehr-Kommandant in Israel, gegenüber SRF. Ich finde diese Beschaffung und Unterhalt zu teuer.

Gegen Drohnen können Kampfjets wenig ausrichten.

Der Bund täte gut daran, das Geld in wirklich zukunftsfördernde Projekte zu investieren statt in die Armee.

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